{"id":14032,"date":"2021-05-05T07:00:02","date_gmt":"2021-05-05T05:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/kuehe-gesund-fuettern.de\/?p=14032"},"modified":"2023-03-17T21:12:19","modified_gmt":"2023-03-17T20:12:19","slug":"rationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/rationen\/","title":{"rendered":"Rationen neu planen"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"14032\" class=\"elementor elementor-14032\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-109871a3 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"109871a3\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\" data-settings=\"{&quot;jet_parallax_layout_list&quot;:[]}\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-3dc84b05\" data-id=\"3dc84b05\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-1710921 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"1710921\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><strong>Die Probleme der D\u00fcrre gehen immer noch weiter. Es fehlt an Gras- und Maissilage. Alternative Futtermittel werden gesucht, Rationen m\u00fcssen v\u00f6llig neu geplant werden. Denise V\u00f6lker berichtet am Beispiel Schleswig-Holstein.<\/strong><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c24f313 elementor-widget elementor-widget-button\" data-id=\"c24f313\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"button.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-button-wrapper\">\n\t\t\t\t\t<a class=\"elementor-button elementor-button-link elementor-size-sm\" href=\"https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/DLG-Artikel-Rationen-neu-planen.pdf\">\n\t\t\t\t\t\t<span class=\"elementor-button-content-wrapper\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<span class=\"elementor-button-text\">Original-Artikel anzeigen<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/span>\n\t\t\t\t\t<\/a>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6277d6b9 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"6277d6b9\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><br \/>Die diesj\u00e4hrige Gras- und Maisernte stellte die Milchviehbetriebe vor eine gro\u00dfe Herausforderung. Es gestaltete sich in manchen Regionen sehr schwierig, \u00fcberhaupt etwas zu ernten. Die ersten und zweiten Grasschnitte haben noch gute Qualit\u00e4ten eingebracht. Der Gro\u00dfteil der Silagen konnte in Schleswig-Holstein energie- und proteinreich geerntet werden. Leider fehlten auf vielen Betrieben bereits beim zweiten Schnitt 10 bis 25% des orts\u00fcblichen Ertrags. Betriebe mit trockenen Sandstandorten traf es in Schleswig-Holstein deutlich h\u00e4rter als Betriebe mit sonst sehr nassen B\u00f6den. Der Niederschlag fiel von Ort zu Ort sehr unterschiedlich aus. Der dritte Grassilageschnitt wurde aufgrund der langanhaltenden Trockenperiode fast \u00fcberall nur als Reinigungsschnitt eingefahren. Oft landete er in Rundballen anstatt im Silolager. Ein vierter und f\u00fcnfter Schnitt mit normaler Qualit\u00e4t war auf den meisten Standorten ab Anfang September wieder m\u00f6glich. Das zus\u00e4tzlich einges\u00e4te Ackergras konnte im Herbst noch einmal geerntet werden. Nichtsdestotrotz fehlt Grassilage f\u00fcr die Winterf\u00fctterung.<\/p><h3>Beim Mais sah es nicht anders aus<\/h3><p>Die Maisertr\u00e4ge und -qualit\u00e4ten fielen ebenfalls sehr unterschiedlich aus. Von 11 bis 48 t Maisertrag pro ha war im Norden alles dabei. Wie diese Maissilagen langfristig melken werden, l\u00e4sst sich pauschal nicht vorhersagen. Detaillierte Futteranalysedaten sind notwendig. Diese sollten auf das Probenmaterial zugeschnitten sein, weshalb sich die Absprache mit dem Labor bzw. F\u00fctterungsberater auf jeden Fall lohnt. Bei sehr fr\u00fch geernteten Maissilagen ist eine nasschemische Untersuchung sinnvoll \u2013 sie ist allerdings teurer.<br \/>Ob ein vorzeitig geernteter Mais, der viel Zucker enth\u00e4lt, dann auch immer zu Problemen in der F\u00fctterung f\u00fchrt, h\u00e4ngt davon ab, wie gut er geh\u00e4ckselt und verdichtet wurde. Au\u00dferdem wirkt sich die H\u00e4ckselh\u00f6he auf die Rohfaser und Rohaschegehalte und somit auf die Energiedichte aus. Abh\u00e4ngig vom Maisanteil in der Ration haben die Futterinhaltsstoffe der einzelnen Silagen unterschiedlichen Einfluss. Werden 5 kg Trockenmasse (TM) oder 10 kg TM der zuckerreichen Maissilage an die K\u00fche verf\u00fcttert? Wie hoch liegen die Zuckergehalte in den \u00fcbrigen Futtermitteln? Gro\u00dfe Schwankungsbreiten im Zuckergehalt gibt es auch in den Grassilagen, weshalb es nicht auf allen Betrieben mit vorzeitig geh\u00e4ckseltem Mais zu tiergesundheitlichen Problemen kommen muss. Sowohl bei der Gras- als auch bei der Maissilage muss aufgrund der erschwerten Erntebedingungen vermehrt auf die Futterqualit\u00e4t (u. a. auch Mykotoxinbelastung) geachtet werden. Denn der Grundfutteranteil sollte bekannterma\u00dfen nicht unter 50% der Gesamttrockenmasseaufnahme absinken, um Acidosen zu vermeiden.<\/p><h3>Wie reagierten die Betriebe auf die Futtermittelknappheit?<\/h3><p>Besonders Betrieben mit knapper Futterfl\u00e4che fehlt f\u00fcr die Winterf\u00fctterung Grundfutter. Einige haben bereits Ende Juni Saftfuttermittel wie Biertreber, Presschnitzel oder Trester gekauft, die dadurch schnell vergriffen waren. Wer konnte, sicherte sich zus\u00e4tzliches Grundfutter direkt ab Feld. Bei Mais war dies jedoch ab Juli sehr schwierig, da die Betriebe mit Mais\u00fcbersch\u00fcssen die Trockenperiode abwarten wollten, um den diesj\u00e4hrigen Ertrag absch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen. Ab Ende August lie\u00dfen sich wieder Zukaufsfl\u00e4chen finden. Je nach Region lag die Preisspanne allerdings von 25 bis 45 \u20ac (netto)\/t (bei 32% TS). Oftmals mussten 30 Telefonate gef\u00fchrt werden, um \u00fcberhaupt etwas zu bekommen. Zudem wurden im Sommer mehr Kraftfutterkontrakte (aufgrund steigender Getreidepreise in der Ernte) abgeschlossen als \u00fcblich \u2013 besonders auf K\u00f6rnermais. Ob sich der Abschluss als richtig erweist, wird sich \u00fcber die Wintermonate herausstellen.<\/p><figure><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-trockener-Mais-1024x1024.png\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" srcset=\"https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-trockener-Mais-1024x1024.png 1024w, https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-trockener-Mais-300x300.png 300w, https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-trockener-Mais-150x150.png 150w, https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-trockener-Mais-768x768.png 768w, https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-trockener-Mais.png 1080w\" alt=\"Rationen - www.kuehe-gesund-fuettern.de\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption>Durch die Trockenheit fielen die Maisertr\u00e4ge und -qualit\u00e4ten sehr unterschiedlich aus.<\/figcaption><\/figure><h3>Ausf\u00fchrlichen Futterverteilplan anlegen<\/h3><p>Jeder Betrieb mit knappen Vorr\u00e4ten sollte einen detaillierten Futterverteilplan erstellen. So l\u00e4sst sich am einfachsten herausfinden, bis wann das Futter reicht und welche L\u00f6sungen infrage kommen. F\u00fcr die Berechnung werden die vorhandenen Futtervorr\u00e4te, die TS-Gehalte der Futtermittel, die Tierbest\u00e4nde und deren Trockenmasseaufnahmen ben\u00f6tigt. Zudem sollten die Eckdaten der geplanten Rationen bekannt sein, um den Tiergruppen die entsprechenden Grundfutterverbr\u00e4uche zuzuteilen. Wichtig ist es, den Futterverteilplan alle paar Wochen zu einem festen Termin zu \u00fcberpr\u00fcfen. Falls sich neue Engp\u00e4sse auftun, kann so zeitnah durch eine Umgestaltung der Ration oder weitere Futterzuk\u00e4ufe reagiert werden. Erfahrungsgem\u00e4\u00df werden in der Praxis die Jungviehbest\u00e4nde und deren Futterbedarf deutlich untersch\u00e4tzt. Deshalb sollten unbedingt die Jungtiere ber\u00fccksichtigt werden. Optimalerweise mit der tats\u00e4chlichen Trockenmasseaufnahme.<\/p><h3>\u00dcbersicht 1: Welche zus\u00e4tzlichen Kosten kommen bei den melkenden K\u00fchen auf den Betrieb zu?<\/h3><p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-neu-planen.png\" sizes=\"(max-width: 1106px) 100vw, 1106px\" srcset=\"https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-neu-planen.png 1106w, https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-neu-planen-300x92.png 300w, https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-neu-planen-1024x315.png 1024w, https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-neu-planen-768x236.png 768w\" alt=\"Rationen - www.kuehe-gesund-fuettern.de\" width=\"1106\" height=\"340\" \/><\/p><h3>Die Reihenfolge der Verf\u00fctterung festsetzen<\/h3><p>Der Futterverteilplan unterst\u00fctzt auch dabei, die bestm\u00f6gliche Reihenfolge bei der Verf\u00fctterung festzulegen. Eine zuckerreiche Maissilage sollte aufgrund einer h\u00f6heren Nacherw\u00e4rmungsgefahr im Winter verf\u00fcttert werden. Auch trockene Grassilagen (&gt;42% TS) sollten wegen ihres h\u00f6heren Nacherw\u00e4mungsrisikos besser im Winter verf\u00fcttert werden. Trotz hoher Sonneneinstrahlung f\u00fchrte die angewandte Produktionstechnik in der Grassilagebergung zu einer gro\u00dfen Streuung in den Futterinhaltsstoffen. Nicht alle Grassilagen aus diesem Jahr haben automatisch hohe Zuckergehalte. Die Einzelbeprobung der Silagen macht auf jeden Fall Sinn. Die Grundfuttersilagen k\u00f6nnen dadurch besser aufeinander abgestimmt werden. Gesundheitlichen Problemen in der Herde \u2013 wie einer erh\u00f6hten Acidosegefahr \u2013 kann eine angepasste Rationsgestaltung entgegenwirken. Gibt es Schwankungen in den Melktagen bzw. Kalbebl\u00f6cke? Daf\u00fcr sollten die voraussichtlichen Kalbungen der n\u00e4chsten Monate ausgez\u00e4hlt werden. Falls ja, sollte sich beim h\u00f6chsten Frischmelkeranteil das beste Futter im Siloanschnitt befinden.<br \/>Verf\u00fcgt der Betrieb \u00fcber eine flexible Siloanlage und hohen Vorschub (&gt; 2,5 m\/Woche), muss bei sehr unterschiedlichen Grassilagequalit\u00e4ten ein Verschnitt der Silagen erfolgen. Das funktioniert in der Praxis immer besser, als wenn die Herde von einer 7 MJ NEL Silage auf eine 5,8 MJ NEL Silage wechseln muss. Erh\u00e4lt sie ab Fr\u00fchjahr Weidegang, sollte dies bei der Planung ber\u00fccksichtigt werden.<\/p><figure><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-Haecksler-1024x1024.png\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" srcset=\"https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-Haecksler-1024x1024.png 1024w, https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-Haecksler-300x300.png 300w, https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-Haecksler-150x150.png 150w, https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-Haecksler-768x768.png 768w, https:\/\/www.kuehe-gesund-fuettern.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Rationen-Haecksler.png 1080w\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"1024\" \/><figcaption>Viele Grassilageschnitte konnten in diesem Jahr nur als Reinigungsschnitte abgefahren werden.<\/figcaption><\/figure><h3>Alternative F\u00fctterungsstrategien \u00fcberdenken<\/h3><p>Um die Milchmenge stabil zu halten, sollten die Anf\u00fctterungsk\u00fche und die Hochleistungsk\u00fche mit der gleichen Strategie wie bisher gef\u00fcttert werden. Zuckerreiche Maissilagen sollten mit pansenstabiler Energie aus anderen Futtermitteln (z.B. K\u00f6rnermais) ausgeglichen werden. Gro\u00dfe Strohmengen im Hochleistungsbereich wirken sich negativ auf die Futteraufnahme aus und sollten vermieden werden. Die Jungtiere k\u00f6nnen hingegen mit alternativen bedarfsgerechten Futterrationen versorgt werden. Einige Betriebe verf\u00fcttern beispielsweise an ihre tragenden Jungtiere 2 bis 3 kg Stroh pro Tier und Tag und gleichen den h\u00f6heren TS-Gehalt \u00fcber Saftfuttermittel (Treber, Trester, o.\u00c4.) aus. Auch ein zus\u00e4tzlicher Wassereinsatz in strohreichen Rationen wird bereits erfolgreich praktiziert. In den Fr\u00fchtrockensteher- und Altmelkerrationen l\u00e4sst sich das Grundfutter ebenfalls mit Stroh strecken. Bei hohem Stroheinsatz ist oft ein Ausgleich mit Kraft- und Mineralfutter notwendig. Eine schnelle \u00dcbersicht verschafft eine aktuelle Rationsberechnung, die auch stets f\u00fcr Jungtiere und Trockensteher erfolgen sollte. Ob eine Hochleistungsration tats\u00e4chlich mit Kraftfutter \u00bbgestreckt\u00ab werden kann, h\u00e4ngt von der Rationszusammensetzung ab. Zudem muss nat\u00fcrlich das Einkommen nach Futterkosten (income over feed cost, IOFC) im Blick behalten werden. Pauschale Aussagen lassen sich aufgrund der gro\u00dfen Qualit\u00e4tsunterschiede in den Grundfuttermitteln nicht treffen. Einmal ge\u00f6ffnet, muss ein Silo nicht bis zum Ende gef\u00fcttert werden, wenn sich andere und bessere L\u00f6sungen ergeben. Wichtig ist es, in der diesj\u00e4hrigen Winterf\u00fctterung gedanklich flexibel zu bleiben.<\/p><h3>Bestandsgr\u00f6\u00dfe pr\u00fcfen<\/h3><p>Wie hoch ist der Anteil der Schlachtk\u00fche? Bei welchen Tieren f\u00e4llt das IOFC negativ aus? Sprich, die betroffene Kuh ermelkt die tats\u00e4chlichen Futterkosten nicht. Auch der Jungviehstapel muss bewertet werden. Wie viele Tiere werden f\u00fcr die tats\u00e4chliche Remontierung ben\u00f6tigt? Lassen sich Tiere verkaufen? Ein \u00bbUnterWert-Verkauf\u00ab kann sich gesamtwirtschaftlich lohnen. Bei einer hohen Remontierung von \u00fcber 30% f\u00fchren die tragenden Jungtiere zu besonders hohen Grundfutteraufwendungen. Hier muss betriebsindividuell analysiert werden, ob abgestockt werden kann. Eine geringere Remontierung in der melkenden Herde f\u00fchrt immer zu einer h\u00f6heren Laktationsleistung pro Kuh, da die Mehrkalbsk\u00fche mehr Milch geben als die Erstkalbinnen. Auch wenn einem 1000 kg Jungviehfutter pro Tag nicht viel erscheinen, so sind es auf das Jahr gesehen doch immerhin 365 t, die vielerorts auf den Betrieben nicht vorhanden sind. Falls Grundfutter zugekauft werden k\u00f6nnte, l\u00e4ge die Zahlungsbereitschaft f\u00fcr Grassilage bei sicherlich 40 \u20ac\/t. Demnach geht es um einen Futterwert von knapp 15000\u20ac, die investiert werden m\u00fcssten. Handelt es sich um Tiere, die Milch geben bzw. die ich f\u00fcr die Bestandsremontierung ben\u00f6tige, w\u00e4ren die 15000 \u20ac eine gute Investition. Habe ich jedoch insgesamt doppelt so viele F\u00e4rsen, wie ich ben\u00f6tige, muss berechnet werden, welcher Schaden am Ende der geringste ist.<br \/>Ist das Potential im Bereich von Schlachtkuh- und Jungviehverk\u00e4ufen ausgereizt und das Futter trotzdem noch knapp, kann im n\u00e4chsten Schritt \u00fcberlegt werden, den Kuhbestand bei gleichbleibender Milchmenge etwas zu reduzieren. Nicht immer reduziert sich durch eine Abstockung des Kuhbestands auch die Milchmenge am Tank. Durch mehr Platz im Stall verbessert sich h\u00e4ufig der Kuhkomfort. Die K\u00fche haben einen besseren Zugang zum Futter und zu den Liegepl\u00e4tzen. \u00bbDer Stall melkt weiterhin die gleiche Milchmenge.\u00ab Es gibt zudem viele Tricks, wie sich die Milchmenge trotz weniger K\u00fche halten l\u00e4sst. Die Ration kann noch optimiert werden? Die Futteraufnahme l\u00e4sst sich durch h\u00e4ufigeres Futteranschieben weiter erh\u00f6hen? M\u00f6glicherweise kann die Trockenstehzeit von 8 auf 6 Wochen verk\u00fcrzt werden?<\/p><h3>Was ist zu tun?<\/h3><ul><li>Einzelbeprobung der Silagen (auch bei Sandwichsilagen).<\/li><li>Tierbestandsgr\u00f6\u00dfe pr\u00fcfen!<\/li><li>Ausf\u00fchrlichen Futterverteilplan erstellen. Dabei die unterschiedlichen Tiergruppen und die Futtervorr\u00e4te ber\u00fccksichtigen. Wichtig: Den Verteilplan alle 3 bis 6 Wochen aktualisieren.<\/li><li>In welcher Reihenfolge soll das Futter verf\u00fcttert werden? Tiergesundheitliche Aspekte und die Rationsgestaltung ber\u00fccksichtigen.<\/li><li>Melktagverlauf beachten!<\/li><li>Neuen F\u00fctterungskonzepten gegen\u00fcber aufgeschlossen sein. Know-how aus anderen Regionen nutzen.<\/li><\/ul><h3>Fazit<\/h3><p>Das Grundfutter ist auf den meisten Milchviehbetrieben knapp. Deshalb sollte jeder fr\u00fchestm\u00f6glich einen ausf\u00fchrlichen Futterverteilplan f\u00fcr seine Grundfuttervorr\u00e4te erstellen, seine F\u00fctterungsstrategie \u00fcberpr\u00fcfen und seinen Tierbestand an die Grundfuttervorr\u00e4te anpassen. Der Winter wird lehrreich, denn andere Rationskonzepte m\u00fcssen ausprobiert werden. Am Ende hat die Futterknappheit dann vielleicht auch etwas Positives: Neue L\u00f6sungen st\u00e4rken das Selbstbewusstsein des Betriebes und lassen ihn selbstsicherer in die Zukunft gehen.<br \/>Viel Erfolg und gesunde K\u00fche!<br \/>Deine Denise<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Probleme der D\u00fcrre gehen immer noch weiter. Es fehlt an Gras- und Maissilage. Alternative Futtermittel werden gesucht, Rationen m\u00fcssen v\u00f6llig neu geplant werden. Denise V\u00f6lker berichtet am Beispiel Schleswig-Holstein. Original-Artikel anzeigen Die diesj\u00e4hrige Gras- und Maisernte stellte die Milchviehbetriebe vor eine gro\u00dfe Herausforderung. 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